Der Hornforst

Eines der beliebtesten Jagdgebiete des Hochadels vor der Zeit des Kaltfluches war der Hornforst. Ein schon im ursprünglichen Zustand recht lichter Wald wurde durch Rodung und sorgfältiger Kultivierung zu einem gepflegten aber dennoch urwüchsig anmutigen Parkwald. Die Wildhüter setzten im Hornforst allerlei seltene und teilweise verzauberte Tierarten aus, denen dann in Lustjagden zu Leibe gerückt wurde.

Es heisst, dass die nur alle zwei Dutzen Jahre stattfindende Hornjagd ein einzigartiges Erlebnis gewesen sei, und die wenigen übrigen Trophäenbögen aus verzierten Einhorn-Hörnern sind ebenso wertvolle wie mächtige Waffen.

Tarkherheim – Letzer Außenposten der Zivilisation

Am südlichen Ende des Tarkherpasses liegt der letzte befestigte Aussenposten des Karischen Reiches – die Festungsstadt Tarkherheim.

Gebaut vor 400 Jahren um den Tarkherpass abzusichern war Tarkherheim lange Zeit beinahe überflüssig: Erzeugt durch den Kaltfluch des Nekromanten Suphorên versperrte ein riesiger Gletscher für mehr als zwei Jahrhunderte den südlichen Ausgang des Tarkher-Passes. Die Verbindung mit den Ländern südlich des Tarkhergebirges brach vollständig ab.

Und so versank Tarkherheim langsam in der Bedeutungslosigkeit, nur einige wenige Jäger und Fallensteller nutzten die Stadt noch als Ausgangspunkt und Handelsposten.

Als aber vor 50 Jahren der Gletscher durch die kataklysmische Rebellion weitgehend abschmolz, wurde die Feste wieder stärker bemannt. Doch anstatt des blühenden Süden des Karischen Reiches fand sich jenseits des Suphorên-Gletschers nur eine unzugängliche Wildnis voller Ungeheuer.

Was in den vergangenen 200 Jahren im Süden passierte ist ein Rätsel. Leider ist das Karische Reich immer noch geschwächt, so dass es aber wird sicherlich noch Jahrzehnte dauern, bis auch nur daran zu denken ist, eine Expedition in die wilden Südlande zu senden.

Doch für eine Handvoll Abenteurer ist die Verlockung sicherlich groß: Es gibt zwar nur vage Geschichten darüber, was sich auf der anderen Seite des Tarkherpasses befindet, ja nicht einmal verlässliche Karten über die allernächste Umgebung. Aber vor zwei Jahrhunderten gab es hier blühende Städte, reiche Tempel und Schlösser sowie bedeutende Magieschulen. Wer weiß, welche Schätze dort noch zu finden sind?

Die Finsterquelle

So genannt, weil ihr Ursprung unter Tage in einer natürlichen Höhle liegt, galt die Finsterquelle zu Hochzeiten des Karischen Reiches als magische Heilquelle. Ihrem Wasser wurden die wundersamsten Dinge zugeschrieben. Wurden Schwerverletzte direkt in der Quelle gebadet, so heisst es, wurden sie nicht selten binnen Minuten wieder vollständig geheilt!

Rund um die Quelle wurde folgerichtig eine prächtige Tempelanlage und mehrere Kurhäuser errichtet. Heutzutage ist nicht einmal mehr bekannt, in welchen Ausläufer der Tarkhergebirges die Quelle genau liegt, oder ob sie überhaupt noch existiert.

Die alte Schwertmanufaktur

In den südlichen Ausläufern des Tarkhergebirges, der Sage nach aus einem kompletten Berghang gehauen, lag eines der Zentren karischer Schwertschmiedekunst. Die Manufaktur der Altheiligen. Die Waffen die diese Werkstätten verliessen waren nicht nur von hervorragender handwerklicher Qualität, sondern auch kleine Kunstwerke. Nicht selten wurden Altheiligen-Schwerter als Geschenke für Könige gehandelt.

Die Schmiede der Altheiligenmanufaktur galten damals als verschroben, mehr an der Kunstfertigkeit interessiert als an nennenswerten Produktionszahlen.